Die Unterbrechung der Infektionsketten per Kontaktverfolgung

Letzte Änderung dieser Seite am: 11.07.2026.

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Mit Telefon, Faxgerät und einem Blatt Papier (Name, Vorname, Adresse und Telefonnummer) gegen ein Virus mit 0,12 µm Durchmesser. Zum Vergleich: Ein Menschenhaar ist zwischen 0,04 mm und 0,12 mm dick, also 1000- bis 3000-mal dicker das Virus. Der winzige Virus-Durchmesser schränkt natürlich nicht die Kontaktverfolgbarkeit ein, erleichtert aber die Übertragbarkeit ungemein. Man war also mit Telefon und Fax gut gerüstet. Ich beginne mit einem fundierten und gelungenen Kommentar unterhalb dieses Corodok-Artikels:

Corodok.de Kommentar Juergen Ilse (vom 23.10.2021):

Es hat bis heute niemand eingesehen, dass die "Infektionskettennachverfolgung" für die Tonne ist, wenn man nicht fast alle "infizierten" ermitteln kann. Die Dunkelziffer zu dem Zeitpunkt, als man anfing, Infektionsketten nachverfolgen zu wollen, lag bei geschätzten 90%. Wie klein dann der Anteil der durch Kontaktnachverfolgung ermittelten, möglicherweise infizierten sein würde, lässt sich leicht abschätzen: er wäre dann vernachlässigbar.

Aber "Nachverfolgung von Infektionsketten" schien gut zu klingen, deswegen glauben (unsinnigerweise) noch heute viele an den Sinn dieser teuren, aufwändigen und nur wenig sinnvollen Maßnahme. Apropos Nachverfolgung: Der Wert von 50 für die "Inzidenz" stammte auch aus dieser Zeit, denn er wurde nicht medizinisch begründet, sondern durch die Kapazität der Gesundheitsämter bei der (damals noch größtenteils telefonischen) Nachverfolgung der "Infektionsketten": Bei mehr als 50 (so wurde geschätzt) würden es die Gesundheitsämter nicht mehr schaffen, die Infektionsketten nachzuverfolgen.

Aber anstatt sich von diesem (nicht medizinisch begründeten) Wert zu lösen, wurde die "Inzidenz" als Maß für die Infektion beibehalten (wobei man die Grenzen willkürlich änderte, mal auf 35 oder 30, dann mal wieder zurück auf 50, je nach Bedarf, um die Panik auf einem gewissen Level zu halten, ohne es zu sehr zu übertreiben). Der ursprüngliche Sinn der Inzidenz (Nachverfolgung der Infektionsketten) geriet völlig in Vergessenheit, die Inzidenz und der Grenzwert von 50 jedoch nicht. Und das soll "evidenzbasiert" oder "wissenschaftlich begründbar" gewesen sein? Das war lächerlich (und ist es bis heute, auch wenn das niemand mehr wissen will).

Hier noch ein paar Beispiele, wo die Kontaktverfolgung versagen muss:

Man beachte, wie die "Inzidenz" von 50 (siehe obiger Kommentar) entstanden ist. Das war der Wert, bei dem man eine Kontaktverfolgung für gerade noch realisierbar hielt. Berlin ist Ende Oktober 2020 wegen Kapazitätsengpässen schon aus der Kontaktverfolgung für alle ausgestiegen. Kurz danach (Dezember 2020) ging die bundesweite "Inzidenz" hoch auf 163, das Dreifache des Leistbaren und Anfang 2022 auf 1733 als Spitzenwert. Das war dann das 35-fache des Leistbaren.

Im ungünstigsten Fall genügt ja eine einzige, nicht erfolgte Kontaktunterbrechung für die Weitergabe des Virus'. Mit einer Portion Vernunft im Schädel hätte man eine Kontaktverfolgung in Anbetracht der schieren Menge, der Kosten und der Erfolgsaussichten überhaupt nicht versucht.

Die gewohnte Linkliste am unteren Ende jeder Unterseite ist ab Juli 2026 auf der per VBA-Code automatisch erzeugten Seite https://cBote.de/B-Linksammlungen-nach-Kategorien zu finden.

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